Oman Explorer Jenny on Tour

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Oman– Tauchsafari November 2025 Reisebericht von Jenny Hahn (Charly Tauchsafari-Team)

Oman Explorer 08.11. – 15.11.2025

Hier eine kleine Zusammenfassung dieser Oman Tauchsafari
Datum: 08.11.-15.11.2025 Tauchsafarischiff: MY Oman Explorer: 8 Tage Best of Daymaniat – Fahal and Bandar Khayran (ab/an Muscat/Sifah)

Ich hatte das große Glück eine Tauchsafari in den Oman unternehmen zu dürfen. Nach genügend Safaris in Ägypten war dies für mich eine wahnsinnig tolle Abwechslung und Bereicherung. Neben bereits bekannten Gesichtern von Vereins-Tauchbuddies, kamen viele nette neue Tauchbekanntschaften hinzu. Eine solch angenehme und entspannte Stimmung hatte ich schon lange nicht mehr auf einer Reise.
Der Oman als Tauchgebiet zeigte sich teilweise als unzurechnungsfähig und immer wieder überraschend. Oftmals wusste man nicht bis man im Wasser war, ob die Sicht nun 3 m oder 30 m sein würde, ob es keine, leichte oder stärkere Strömung gibt. Egal was es war, ich habe jedes mal viele wundervolle Sachen gesehen und jeden einzelnen Tauchgang genossen. Gesunde, schön bewachsene Riffe mit einem großen Fischreichtum, Nachtschnecken, Oktopus und Sepia, sowie Muränen soweit das Auge reichte. Bedauerlicherweise blieben die Großfische aus (bis auf einmal), aber das wurde für mich durch die tolle Gesellschaft (Gäste und Crew), die Ruhe (einziges Safarischiff) und das generelle Leben unter Wasser wieder wett gemacht. Für mich hieß es am Ende der Tour „ich muss hier unbedingt wieder hin! ich will Meee(h)r!

 

(Die Detailinformationen sind im Nachgang zu finden und enthalten auch allgemeine Informationen, wie z. B.  Beschreibung der Tauchplätze & Informationen zur Oman Explorer. Natürlich sind dies meine persönlichen Eindrücke)

8 Tage Oman – es war ein Traum!

 

Die Anreise

bereits am Vorabend ging es für die meisten von uns los.
Die 5 „Frankfurter“ trafen sich am Airport Frankfurt zum Check in bei der Oman Air. Glücklicherweise war die deutsche Bahn pünktlich und der „Bochumer“ schloss sich der Gruppe an.
Nach einem kurzen Burger King Snack im Terminal 2 (nicht zu empfehlen ;)) trafen wir die beiden „Nürnbergerinnen“ beim Boarding.

Der Flug war pünktlich. Die Verpflegung an Bord der Oman Air ist sehr indisch angehaucht. Die Getränkeversorgung war leider mehr als spärlich (Empfehlung: Trinkflasche am Airport am Wasserspender/Toilette vor dem Boarding auffüllen, sonst läuft man Gefahr „auszutrocknen“) und der Service gefühlt sehr schleppend und langsam.

Nach Ankunft frühmorgens am Airport Muscat folgten wir den langen, sauberen Wegen zur Passkontrolle. Unterwegs nahmen wir die Weihrauchversprüher, die Sauberkeit des Airports wahr und waren überrascht, denn es gibt neben „normalen“ Toiletten auch Plumpsklos!

Die Passkontrolle verlief reibungslos. Nach Angabe, warum man da sei und wie lange der Aufenthalt sei (bis 15 Tage Aufenthalt ist kein Visa notwendig. Die Abreise wird auf dem Visastempel im Reisepass eingetragen), wurde noch ein Bild gemacht und Fingerabdrücke genommen.

Nachdem jeder sein Gepäck hatte, gingen wir durch den Zoll. ggf. wird hier nochmal Stichprobenartig das Gepäck gescannt.
In der Ankunftshalle wurden wir bereits von 2 Herren in auffällig roten Tshirts mit Aufdruck „Extra Divers“ und entsprechendem Schild erwartet.

Einige organisierten sich noch SIM-Karten (Omantel) bzw. ein Heissgetränk und dann ging es schon los zum Bus, der keine 200 m entfernt draußen parkte.

Die Fahrt durch Muscat war für mich sehr interessant, da die Stadt einerseits aussieht wie jede andere und dann eben doch wieder wie eine „typische“ arabische Großstadt.
Nach der Stadt fuhren wir durch Berge und sahen auch mal kleine Dörfer. Da ich auf dem Flug nicht ausreichend Schlaf bekommen habe, war das der perfekte Zeitpunkt für ein kleines Nickerchen.

Nach ca. 90 Minuten waren wir in Sifah angekommen und in das Sifawy Boutique Hotel gebracht. Das Gepäck wurde direkt an Bord gebracht.
Hier stoß nun auch der „Bremer“ zu unserer Gruppe hinzu.
Der Bereich, wo sich das Hotel befindet, ist mit El Gouna in Ägypten vergleichbar (gleicher Bauherr). Hier gibt es diverse Unterkünfte, einen kleinen Hafen, eine Strandbar und eine Tauchbasis der Extra Divers.

Im Hotel haben wir uns als „Taucher“ angemeldet und für 10 OMR (ca. 25-30 €) konnten wir ausgiebig frühstücken und uns am Pool aufhalten. Es gab Dusch- und Umkleidemöglichkeiten, Handtücher und Liegen wurden gestellt. (Bei Anreise vor 10 Uhr werden die Gäste immer hierher gebracht, es empfiehlt sich also direkt Badesachen mit ins Handgepäck zu nehmen). Sog. Detoxwasser (mit Minze und Gurke) war an der Bar für uns jederzeit verfügbar. Weitere Getränke und Speisen gab es auf Selbstzahler-Basis.

Bis zum Check in an Bord nutzten wir die Zeit um ein bisschen zu relaxen, faulenzen und uns alle näher kennen zu lernen.

Um 14 Uhr (deutsche Pünktlichkeit ;)) liefen wir den Hafen entlang rüber zur Oman Explorer.

An Bord trafen wir auf die weiteren Gruppenmitglieder, die aus der Schweiz, aus München, aus Stuttgart und aus Rostock angereist waren.
2 Teilnehmer hatten bereits eine kleine Rundreise hinter sich, 2 weitere mussten auf Grund von sehr unschönen und nervigen Flugzeitenänderungen noch früher anreisen.
Bei der Airportabholung wurden sie unterwegs dann eingesammelt und direkt an Bord gebracht.

Neben der „Charly-Gruppe“ war noch eine Schweizerin und 6 Briten mit an Bord.

Durch Ebbe war die schmale Leiter zur Oman Explorer vom Hafen extrem steil, aber hier zeigten sich schon die ersten helfenden Hände der Crew und „Prinzessin“ Jenny wurde an Bord geholt.

nach einem herzlichen Willkommen und kurzer Vorstellungsrunde wurden zum Check in noch diverse Formulare ausgefüllt, Brevets und Tauchtauglichkeiten vorgezeigt.
Als Willkommensgeschenk erhielt jeder eine Alu-Isolier-Trinkflasche.
Es folgte die Kabineneinteilung und das Aussuchen des Platzes am Tauchdeck.
Da es in den Kabinen ausreichend Platz gibt, konnte jeder seinen Koffer bei sich lassen.

Zum Mittagessen gab es leckere Spaghetti mit Tomatensauce, Hähnchenteile und diverse Salate.
Hier wurde auch schon die wunderbare Kaffeemaschine entdeckt und ausgenutzt.
Nach der Stärkung wurde dann die Marina und Umgebung (u.a. Tauchbasis der Extra Divers) ausgiebig erkundet.

Am Nachmittag folgte das große Willkommen und die Vorstellung der Crew, des Schiffes und der Route per Präsentation am TV.
Im Anschluss gingen wir alle in unsere Kabinen, zogen die Rettungswesten an (schnell zugänglich deponiert in den Kleiderschränken) und warteten auf das akustische Signal.
Nachdem alle den jeweiligen Rettungswegen (im Unterdeck durch Crewkabine, am Oberdeck über Leiter vom Sonnendeck zum Bug und vom Hauptdeck zum Bug) gefolgt waren, trafen wir uns am Bug zum ersten Gruppenbild.

Zum Abendessen gab es Suppe, Reis, Rindfleisch, diverse Salate und frisches Obst.

Die erste Nacht verbrachten wir noch im Hafen, es entstanden die ersten Gespräche und entspanntes kennen lernen der Gruppenteilnehmer.

der 1. Tauchtag

Wie am Vortag besprochen, legten wir gegen 5 Uhr ab und erreichten um 6:15 Uhr unseren ersten Tauchplatz.
Nach dem Weckruf gegen 6:20 Uhr, erfolgte um 6:45 Uhr das Briefing zum Check Dive.

Die Teilnehmer wurden in 2 11-Personen Gruppen eingeteilt.
Teilweise waren die Tauchbuddy-Teams schon klar, aber auch die „einzelnen“ fanden sich mit ihren zugeteilten Buddies schnell und sehr gut zurecht.
Die Taucher um Guide Van Zyl waren für den Tag Gruppe 1 und die Taucher um Guide Ali waren Gruppe 2; täglich wechselten sich die Gruppen ab.

Wir durften uns selbst an den Bleiboxen bedienen und machten uns für den ersten Tauchgang fertig.
Nach dem Einstieg von Bord tauchten wir langsam ab. Die Buddyteams waren noch wuselig, aber das ergab sich mit der Zeit.
Dezentes Baggersee-Feeling kam bei mir auf, denn die Sicht war trüb und wir hatten eine sanfte Strömung.
Das Riff war schön bewachsen mit Hartkorallen und wir sahen u.a. 3 Sepia, 2 Oktopusse, Leoparden-Muränen, Feuerfische, Picasso-Drücker und und und. Es war toll bewachsen und voller Leben!

Zum Abschluss durfte jeder von uns noch seine Boje setzen und somit war dieser Check Dive auch erledigt.

Ab jetzt konnte auf Wunsch auch mit Nitrox getaucht werden. Da die Mehrzahl das tat, haben die „Lufttaucher“ ihre Flaschen entsprechend markiert.
Ich persönlich rate bei Tauchsafari immer mit Nitrox zu tauchen, aber da die Tauchgänge im Oman nicht so tief sind, kann man dennoch auch mit Luft tauchen.

An Bord gab es das erste ausgiebige Frühstück. Neben Toast und Aufschnitt gab es Spiegelei, Rührei, Quark, Cornflakes, Müsli und eine große Auswahl an „Milchersatz“ Produkten.
Immer verfügbar waren heißes Wasser, Kaffee, stilles Wasser, 2 kalte Tees und zum Frühstück wechselnde Säfte.

Nach dem Frühstück gab es eine Info über das nächste Briefing und den generellen Tagesablauf.
Am 1. und am vorletzten Tauchtag gab es 4 Tauchgänge, ansonsten 3. Daher ergab sich ein fester Tagesablauf, der angeschrieben war.
Dadurch konnte man sich entsprechend einen Wecker stellen und wurde nicht bei den Mahlzeiten mit Infos gestört.

Das Schiff blieb vor Anker und zum 2. Tauchgang fuhren wir mit den Zodiacs raus und wurden nach dem Tauchgang auch so wieder abgeholt.
Die Crew war beim Einstieg an Bord behilflich. Am Ende des Tauchgangs hielt man sich am Zodiac fest, gab erst sein Blei, dann das Jacket und am Ende auch die Flossen an Bord.
Die Zodiacs verfügen beide über Leitern.

Tauchgang 3 war sehr trüb! Aber dennoch gab es so wahnsinnig viel zu sehen. u.a. wieder Oktopusse, Sepia, Seenadeln, viele Seegurken und wie von Van Zyl versprochen auch „Sexy Shrimp“.
Mein Highlight war ein kleiner blauer Fisch, den ich vorher noch nie gesehen hatte!
Und nach dem Tauchgang wurden direkt die Fachbücher auf der Suche nach DEM Fisch gewälzt. Der „Fisch des Monats“ war ein juveniler Imperator Kaiserfisch!

Nach den Anstrengungen des ersten Tages wurden wir nachmittags mit Sandwiches und Kuchen versorgt.

Zurück am 1. Tauchplatz hatten wir die Möglichkeit für einen Nachttauchgang.
Es war wieder spannend zu sehen wie unterschiedlich so ein Tauchplatz aussieht, wenn sich die Lichtverhältnisse geändert haben.
Die tagsüber wuseligen Fische waren schlafend in ihren Verstecken und Höhlen und wir konnten den Muränen beim Jagen zusehen.
Auch Oktopusse und fluoreszierende Tintenfische waren zu sehen. Weiter weg vom Schiff hatte man die Chance auf „Meeresleuchten“.
Zurück an Bord wurden wir mit warmem Kakao begrüßt.

Zum Abendessen genossen wir Nudeln, Chicken Curry, Salate und leckere, frische Papaya.

Die ersten Fotos und Videos wurden gesichtet, die Fischbestimmungsbücher gewälzt und die Ruhe genossen.

Mein Fazit des ersten Tauchtages war „trüb und Baggersee-Feeling. Viel von allem. Keine anderen Taucher! Kein Müll. Nette Gruppe :)“

 

die folgenden Tauchtage verliefen nun alle im gleichen Muster „Essen. Tauchen. Schlafen.“

in der Nacht legten wir gegen Mitternacht ab und kamen wie angekündigt gegen 6:15 Uhr an den Daymaniat Inseln an.

Vor dem Briefing gab es nun zum Sonnenaufang am Sonnendeck den Yoga-Sonnengruß und leichte Dehnungen.
So kann ein Tauchtag doch nur gut starten!

Nach dem Briefing wurden die Gruppen getauscht und wir fuhren mit dem Zodiac raus.
Auf dem Weg sahen wir schon springende Fische.
Es war ein mega Tauchgang! Klare Sicht bei leichter Strömung. Toll bewachsenes Riff mit so viel Leben! Drachenköpfe in Masse, sowie viele Schnecken. Und eine Schildkröte zeigte sich uns auch!

Zum Frühstück gab es nun neben Toast, Aufschnitt, Joghurt und Müsli auch frische Pfannkuchen und Falafel.

Der zweite Tauchgang war ähnlich wie der erste.
So langsam gewöhnte ich mich an den Umstand der Überraschung. Es war vor dem Tauchgang nie klar, wie die Sicht sein würde und es war jedes mal eine Überraschung.

Nach dem leckeren Mittagessen mit Nudeln, Köfte, Kartoffelgratin, Curry und Salat wurde nochmal bis zum nächsten Tauchgang entspannt.

Beim dritten Tauchgang hatten wir große Fischschwärme (u.a. Barakudas), Oktopusse, viele Drachenköpfe, Muränen, Igelkugelfische, Rochen, Langusten, Schnecken… und LEOPARDENHAIE!
Bei trüber Sicht waren sie gut getarnt am Meeresgrund. In aller Ruhe lagen sie da und ließen sich von uns nicht stören. Mit entsprechendem Abstand wurden Bilder und Videos gemacht oder einfach nur über diese faszinierenden Meeresbewohner gestaunt.

An den Daymaniat-Inseln ist es zum Teil erlaubt auf die Insel zu gehen. Teilweise kann man hier sogar „Camping“ buchen.
2 Teilnehmer nutzten die Gelegenheit, schnorchelten rüber und machten einen kleinen Spaziergang.

Zum Nachmittagssnack erwartete uns frische Mango und Granatapfel, Samosas und selbstgemachter „Fadenkuchen“.
Abends gab es dann Hühnchen, gefüllte Eier, Humus und Guacamole.

Nach Sonnenuntergang traf man sich wieder am Oberdeck zum Entspannen und Plaudern.
An diesem Abend hatten wir ein ganz besonderes Entertainment-Programm: ein live Konzert mit der Handpan!
Nachdem uns unsere Mitreisende von ihrem Lieblingsinstrument berichtet hatte, spielte sie uns unter dem Sternenhimmel vor.
Der Klang der Handpan wird mich nun immer an die schönen Tage auf der Oman Explorer erinnern <3

Am 3. Tauchtag gab es wieder den Sonnenaufgangs-Yoga-Gruß und während der Überfahrt erfolgte das Briefing.
Nach der Zodiac-Fahrt tauchten wir im Blauwasser ab. Bei 15 m begann das Riffdach, wie immer toll bewachsen. Hier gab es mal ordentlich Strömung! Bei den ganzen Löchern, Spalten und kleinen Höhlen am Riff gab es viel zu sehen, u.a. Sepias, Leopardenmuränen, Schnecken, Oktopusse, Drachenköpfe. In der Ferne sahen einige einen Adlerrochen.

Beim Frühstück fuhren wir weiter zum nächsten Tauchplatz.

Beim 2. Tauchgang war die Leine unsere Referenz, denn es gab wieder Strömung. Zu sehen gab es ähnliches wie am Morgen; hier fielen mir vor allem die grünen Weichkorallen auf. Durch die Strömung mussten die Guides spontan die Tauchgangsplanung ändern, aber belohnten uns mit einer Schildkröte und dem Ausstieg direkt an Bord.

Nach einer weiteren Überfahrt kamen wir an einen Platz, der 2 Monate auch für Touristen geöffnet ist und bei diesen als Schnorchelplatz sehr beliebt ist.

Der 3. Tauchgang war Entspannung für unsere Guides, denn sie ließen uns mal alleine tauchen! „unguided“ durften wir so lange tauchen, wie wir wollten, nur bitte mit min, 60 bar wieder zurück an Bord.
Sehr aufregend war der Tauchplatz nicht, aber es dennoch wieder viel zu sehen. Die Sicht war in Ordnung, das Riff lebendig und gut bewachsen, angeblich mit Torpedo-Grundeln und Flundern im Sandboden. Die Buddy-Teams gingen versetzt ins Wasser und so konnte sich jeder auf das konzentrieren, was er interessant fand und so lange verweilen, wie er wollte. So waren es bei mir die Zitronengrundeln und Korallenkrebse. Nachdem ich sie einmal entdeckt hatte, waren sie gefühlt überall!

Nach einer leckeren Pizza zum Nachmittagssnack machten sich einige auf den Weg zum Schnorcheln in der Bucht und hatten das Glück einige Schildkröten beim Fressen zu beobachten. (Den Doktorfischen gefiel das gar nicht, da diese gerade wohl Brutzeit hatten).

Zum Abendessen gab es Hühnersuppe, Nudeln, Kartoffelbrei, Rindfleisch und Salate.
Und als besondere Aufmerksamkeit einen Kuchen zum 200. Tauchgang!
(und danke an den Tauchbuddy, die das der Küche gesteckt hat 😉 zum 333. gab es „nur“ Sternschnuppen und eine Runde)
Glückwunsch, liebe Tauchbuddies, auf die nächsten schönen Tauchgänge und immer gut Luft!!

Am 4. Tauchtag fuhren wir mit dem Zodiac raus. Gefühlt waren es 5 verschiedene Tauchplätze in 60 Minuten. und das nicht, weil es eine starke Strömung gab, sondern weil sich die Umgebung ständig änderte. Von bunt bewachsenem Riff zu Felsenlandschaft.

Nach einem ausgiebigen Frühstück mit Omelette und Falafel gingen wir nochmal schnell schnorcheln (3 Schildkröten :)).
Trotz Warten kamen wir nach einer kurzen Überfahrt perfekt im Zeitplan beim nächsten Tauchplatz an.
Hier erwarteten uns ein Barakuda-Schwarm, Oktopusse, Leopardenmuränen, Schnecken, Flötenfische und diverse kleine Höhlen.

Zum Mittagessen gab es Chicken Curry, Shrimps, Oktopus, Reis, Kartoffeln, Zucchini, Spinat und frische Honigmelone.
(für diejenigen, die die Tiere lieber nur im Wasser als auf dem Teller sehen möchten, gab es entsprechende Alternativen ;))

Der 5. Tauchtag brachte uns zurück zum Tauchplatz „Aquarium“.
Da ich Ohren-bedingt abbrechen musste, war ich froh, dass es ein Tauchgang vom Boot aus war. Die Crew war überrascht mich zu sehen, jeder fragte, ob es mir gut ginge.
Während meiner kleinen Tauchpause konnte ich mit dem Captain in Ruhe plaudern und mehr über das Boot und das Tauchen im Oman erfahren.

Nach dem Frühstück folgte eine 2,5-stündige Fahrt, die wir hauptsächlich mit Schlafen und Lesen verbrachten.

Der 2. Tauchgang war wieder „unguided“ und gab den einzelnen Buddyteams wieder die Gelegenheit auf eigene Faust den Tauchplatz zu erkunden.
Nachdem wir uns bei einem großen Schwarm Welse trafen, teilten sich die Teams langsam auf oder kamen am Ende des Tauchgangs wieder zusammen.
An einigen Stellen konnte man sehen, dass die Natur durch Sturm o.ä. das Riff teilweise zerstört hatte, aber dieses sich langsam davon wieder erholte.
Es war schön zu sehen, dass hier nur die Natur „kaputt“ macht, aber nicht die Menschen durch Unachtsamkeit oder Ignoranz wie in anderen Tauchgebieten.

Nach dem Mittagessen folgte der 3. Tauchgang mit dem Zodiac.
Und das war Baggersee pur! Hier musste der Tauchbuddy mal an der kurzen Leine bleiben 😉
Die Blöcke und Felsen war wie immer toll bewachsen und neben Korallenkrebsen gab es auch viele kleine Einsiedlerkrebse zu entdecken.

Nachmittags gab es ein großes kulinarisches Highlight: eine Sushi-Platte!
Die Herzen schlugen höher bei der großen Auswahl und auch die Nicht-Fischesser bekamen separat Truthahn-Sushi.

Der 4. Tauchgang war der 2. Nachttauchgang unserer Tour.
Zurück in der „Decorator-Bay“, kannten wir uns schon gut aus und genossen einen wunderbaren Tauchgang mit jagenden Muränen, Pistol Shrimps, Sepias und ganz viel „Meeresleuchten“.
Selbstverständlich gab es zum Aufwärmen auch wieder leckeren Kakao.

Zum Abendessen gab es Lasagne, Rippchen und Kartoffelspalten. Als ganz besondere Aufmerksamkeit gab es noch eine wundervoll gestaltete Obstplatte! Ganz großes Lob an die Küche und den Service.

Die meisten der Gruppe trudelten nach und nach wieder am Oberdeck ein, wo wir erneut in den Genuss eines Konzertes mit der Handpan kamen.
So ließ sich der Tag in bester Gesellschaft in entspannter Umgebung so richtig schön ausklingen.

Und schon stand der 6. und somit letzte Tauchtag auch schon an.
Nach dem allmorgendlichen Yoga folgte eine kurze Fahrt zurück zum Plug Point.
Von da aus fuhren wir mit dem Zodiac zum Wrack „Al Monassir“.
Auf Grund von Strömung gingen wir nach einander an der Leine runter.
Das Wrack war super bewachsen und voller Fischschwärme. Wir tauchten an den Seiten entlang und durch das Wrack durch.
Es gab genügend Platz, trotzdem gab es ab und zu mal dezent Stau, wenn die Fotografen ein spannendes Motiv fanden.
Zum Abschluss sah ich auch nochmal meinen „Fisch des Monats“ und auch die Leopardenmuräne durfte nicht fehlen.

Den Gezeiten geschuldet war ein 2. Tauchgang am Wrack leider nicht möglich. Dieser wäre ohne Guides gewesen und hätte den Buddy Teams eine tolle Gelegenheit gegeben diesen tollen Tauchplatz auf eigene Faust zu erkunden.

Zurück an Bord wurden uns die Flaschen direkt vom Jacket genommen zum Spülen der Ausrüstung.

Nach dem Frühstück herrschte leichter Trubel am Tauchdeck, da alle fleißig aufräumten, spülten und im Anschluss das halbe Schiff mit der nassen Ausrüstung zum Trocknen „dekorierten“.

Das Schiff nutzte die Flut um in den Hafen zurück zukehren.
Wir entspannten und begannen langsam mit dem Packen. Die Temperatur war mollig warm, da die sanfte Meeresbrise nun nicht mehr da war.
Einige tankten noch ein bisschen Sonne oder spazierten im Hafen.

Nacheinander kamen wir zum Check out.
Gezahlt wurden die Hafen- und Genehmigungsgebühren, ggf. 15 Ltr-Flaschen, ggf. Nitrox und die verzehrten Getränke (Im Salon und am Oberdeck standen Kühlschränke mit Getränken. In den aufgehängten Listen trug man sich ein.)
Einige nahmen sich noch T-Shirts mit Oman Explorer Logo als Souvenir mit.

Am Nachmittag durfte ich mit Ali und einem Koch nach Muscat zum Einkaufen fahren.
Nach ungefähr 2 Stunden im Hypermarket und 15 vollen Einkaufswagen später, traf ich kurz vor Sonnenaufgang wieder an Bord ein.
Während der Fahrt konnte ich nochmal die Umgebung sehen und mit Ali Informationen austauschen.
Der Besuch im Hypermarket war für mich auch sehr interessant.
Ich war überrascht über die große Auswahl an Lebensmitteln und auch der „Großeinkauf“ für 1 Woche für ca. 35 Leute war ein Erlebnis (ca. 200 Eier und 15 Pakete Toast!)
Auf der Rückfahrt wurde ich von Said, einem Mitarbeiter der Tauchbasis mitgenommen.
So konnte ich auch ein bisschen etwas über das Leben im Oman erfahren.

Zum Sonnenuntergang kamen wir zurück am Schiff an.
Die Crew verlud die Ware und ich berichtete kurz von meinen Eindrücken.

Nach dem Abendessen zogen sich einige schon zurück auf die Kabinen, da sie mitten in der Nacht abreisen mussten.
Hiervon habe ich nichts mitbekommen, es verlief alles sehr ruhig.

Der letzte Tag begann wieder mit Yoga und der Verabschiedung der Schweizer.
Nach einem kleinen Frühstück verabschiedeten wir uns von der Crew und wurden mit 2 Wagen zum Airport gebracht.

Was mir aufgefallen ist

Die Handtücher sind alle bestickt mit Kabinennummer und A bzw. B.
so kam man weder an Deck, noch in der Kabine mit den Handtüchern durcheinander.
Frische Handtücher und Bettwäsche gab es nach der Hälfte der Reise.

Die Fahrten und Tauchgänge waren perfekt getimt und genau nach angekündigtem Zeitplan.

Es gab nach den Mahlzeiten zum Nachtisch entweder frisches Obst oder auch mal einen Pudding.
Wer etwas süßes haben wollte, konnte die Snackauswahl bei der Kaffeemaschine nutzen.

Die „Tauch-„Crew war freundlich und nett. Sehr hilfsbereit, aber niemals aufdringlich, sondern eher abwartend.
(Vielen Dank an dieser Stelle für die Hilfe und Unterstützung beim Anzug anziehen und Ein- und Ausstieg an Bord!)

Mustafa, der „Salon Manager“ war bei den Mahlzeiten und im Salon immer präsent und ist daher ein wenig aus der Masse herausgestochen.
Er erinnerte mich an Eddie Murphy und das „hihihi“ war ansteckend! 
Auch er war immer freundlich, höflich und aufmerksam.

Der Captain kennt die Tauchgebiete wie seine Westentasche. Er selbst hat damals die Tauchplätze mit ausgesucht und sich um feste Bojen gekümmert.
Man merkt, dass ihm die Tauchgebiete, das Schiff und auch die Crew sehr am Herzen liegen.
Sie verbringen 9 Monate zusammen und sind wie eine Familie (und natürlich ein eingespieltes Team).

Ali, Cruise Manager und Tauchguide, und Van Zyl, Tauchguide, wirken jung, sind aber extrem kompetent und erfahren. Sie sind freundlich und strahlen Respekt aus.
Vor allem Van Zyl erinnerte uns bei den Briefings daran, dass wir „in seinem Office bitte gut mit den Lebewesen umgehehen sollen“
Im Hintergrund hatten sie selbstverständlich einige Aufgaben und waren gefühlt „verschwunden“.
Nichtsdestotrotz fanden beide immer Zeit, wenn ich oder andere an Bord Rückfragen oder Anliegen hatten.
Van Zyl strahlt eine ganz besondere Liebe zum Tauchen aus.
Und ich möchte Ali sehr danken, dass er, nachdem ich scherzhaft sagte „ja, DU siehst immer Schnecken und Oktopusse, aber ich nicht“, bei jedem Tauchgang sicher gestellt hat, dass auch ich alles zu sehen bekomme.

Die Oman Explorer ist ein sauberes, gepflegtes Schiff.
Es bedarf hier keinen Schnickschnack. Es ist bequem und komfortabel und man hat, was man braucht.
Jeder hat so „seinen“ Platz gefunden; sei es im klimatisierten Salon bei der kleinen Bibliothek auf dem Sofa, auf dem Vorderdeck in der prallen Sonne, auf dem Sonnendeck in einer Liege oder am Oberdeck auf den Sitzkissen.
Die Toilettenspülung in der Hauptdeck-Kabine lief nicht so rund, aber die Reklamation wurde aufgenommen.
Wenn am Oberdeck alle gleichzeitig duschen wird es „eng“ mit warmem Wasser.

Das Tauchen hatte zwar nicht unbedingt „DIE krassen“ Highlights, aber es hat mich absolut begeistert!
Diese Ruhe, die gesunden sauberen Riffe voller Leben, der Fischreichtum und die Abwechslung unter Wasser waren grandios.
Ich habe mich auf jeden einzelnen Tauchgang gefreut und kam immer mit einem tollen Gefühl wieder an Bord.

Wassertemperatur
Lufttemperatur

ich bin mit einem 5,5 mm Anzug und 3 mm Unterzieher mit Kopfhaube getaucht.
wer noch verfrorener als ich, sollte zu späterem Reisezeitpunkt ggf. mit einem 7 mm Anzug tauchen.

Hinweis: So ein Reisebericht kann natürlich immer nur persönlich & individuelle Wahrnehmung widerspiegeln.

Vielen Dank an Charly Reisen für diesen tollen Trip und auch an alle Mitreisenden. Es war mir eine wahre Freude mit euch an Bord sein zu dürfen!
Und selbstverständlich auch vielen Dank an die Crew der Oman Explorer für diese schöne Tour.
Am Liebsten käme ich gleich morgen wieder zu euch 🙂