Petra on Tour – November 2022 – Malediven – KEANA

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Keana-Seitenansicht
BBQ-Island

Malediven– Tauchsafari November 2022
Reisebericht von Petra Scherm (Charly Tauchsafari-Team)

KEANA
17.11.-27.11.2022

Hier eine kleine Zusammenfassung dieser Malediven Tauchsafari

Datum: 17.11.-27.11.2022
Tauchsafarischiff: MY KEANA
Tour:  10 Tage in die nördlichen Atolle der Malediven

Diese 10-Tages Tour auf der Keana fĂŒhrte uns von Male ins Nord-Male Atoll, Baa Atoll und weiter ins Lhaviyani Atoll und wieder zurĂŒck nach Male. Eine ehr selten gefahrene Route. Somit waren wir auf dieser Tour weitgehendst alleine Unterwasser und hatten nur 1x ein anderes Tauchsafarischiff gesichtet. Leider hat uns das Wetter an so manchem Tauchtag ein wenig einen Strich durch die Rechnung gemacht, was uns dennoch meist schöne TauchgĂ€nge ermöglicht hat.

(Die Detailinformationen sind im Nachgang zu finden und enthalten auch allgemeine Informationen, wie z. B.  Beschreibung der TauchplÀtze & Informationen zur KEANA.
Sowie natĂŒrlich auch dieses Mal wieder meine persönlichen EindrĂŒcke)

TauchplÀtze
Route-2

Der Flug ging mit Qatar Airways von Frankfurt ĂŒber Doha nach Male. Qatar Airways kann ich absolut empfehlen. Sie bieten einen super Bordservice und die „Beinfreiheit“ ist gut. (NatĂŒrlich muss ich an dieser Stelle gestehen, dass ich wieder einmal das GlĂŒck hatte und jeweils FensterplĂ€tze, entweder 3 PlĂ€tze oder zu 2. eine 3-er Reihe in Beschlag nehmen zu können! Nur der letzte Teil des RĂŒckfluges war der Flieger bis auf den letzten Platz ausgebucht und die Mittelreihen haben mich nicht ĂŒberzeugt)
Die Transferzeiten waren recht kurz in Doha, so dass wir gefĂŒhlt fast keine Unterbrechung der Anreise hatten.
Leider zeigten sich die Malediven nicht von ihrer schönen Seite, heißt, wir flogen im Landeanflug bereits durch eine geschlossene Wolkendecke und wurden mit Regen begrĂŒĂŸt.
In Hulumale Airport gelandet wurden wir von 2 Crewmitgliedern der KEANA in Empfang genommen und mussten noch ein wenig warten, bis weitere GĂ€ste gelandet waren.
(Meine Empfehlung ist es einen Flug zu wÀhlen, der erst gegen Mittag in Male landet, da es erst ab ca. 12 Uhr möglich ist auf der Keana Boarding zu machen.)

Mit dem Dhoni ging es dann ca. 10 Minuten Richtung Hafen, wo die MV KEANA auf uns schon wartete.
Diese Zeit wurde auch gleich genutzt auf dem Dhoni, um das Tauchequipment fĂŒr den 1. Checktauchgang vorzubereiten.
(Kleiner Tipp: Beim Packen zu Hause schon ein wenig das Tauchequipment separat vom restlichen GepÀck einzupacken!
Somit lĂ€sst sich ein schneller Zugriff auf die Tauchutensilien gewĂ€hren 😉 )

Auf der Keana angekommen wurden wir (insgesamt 17 Taucher) mit feuchten TĂŒchern und GetrĂ€nken sehr nett empfangen.
Die Kabinen wurden zugeteilt und der erforderliche Papierkram erledigt. (Tauch-Medizinische Selbstauskunft, Breves, Tauchattest und Logbuch vorzeigen usw.)
Danach gab es ein spĂ€tes Mittagessen und das 1. Briefing fĂŒr den noch am Nachmittag möglichen 1. Checkdive.
(Bei der KEANA ist es möglich bereits am Ankunftstag den Check-Dive zu machen, sofern der Flieger bis spĂ€testens Mittag angekommen ist. FĂŒr Taucher mit spĂ€terer Ankunftszeit gibt es auch einen 2. Checkdive am darauffolgenden Tag!)
(Im Nachgang werde ich einige der angefahrenen TauchplÀtze etwas detaillierter schreiben.
Diese sind orange markiert)

Der 1. Check-Dive fand bereits um 15:30 Uhr am „Fish Tank“ (Fischfabrik), nach nur ca. 20 Minuten Fahrt mit dem Dhoni, statt. Dieser Tauchspot ist vor einer kleinen Insel auf der sich eine Fischfabrik befindet und sowohl die Stachelrochen, als auch MurĂ€nen und viele Schwarmfische sind dort immer anzutreffen. Somit ein gelungener 1. Tauchgang, auch wenn mir schnell kalt war. Aber nach fast 30 Stunden unterwegs sein ist das auch kein Wunder.
Am darauffolgenden Tag wurde dann noch ein 2. Checkdive angeboten. Dieses Mal am Tauchplatz Nerumathi.
Dieser ist ein relativ neuer Tauchplatz, der direkt an der Hafen Ein-/Ausfahrt liegt. Auch hier hat man die Chance auf viele große Stachelrochen, zwei relativ standortstreue Gitarrenhairochen und mit viel GlĂŒck auch mal auf einen Tigerhai.

Danach starteten wir mit der KEANA zu unserer Tour in den Norden der Malediven. Und gleich zu Beginn unserer Tour konnten wir mit einer tollen Walhai-Torte den 700. Tauchgang einer Mitreisenden feiern.
Im Nord Male Atoll konnten wir dann am Nachmittag den Tauchplatz Lankan Rocky, auch bekannt als „Manta Point“, betauchen und waren absolut begeistert, denn wir hatten das GlĂŒck die Show von ca. 8 großen Mantas in der Strömung erleben zu dĂŒrfen.
In den weiteren Tagen hatten wir auch einmal einen Tauchgang wegen schlechter – gar keiner Sicht abbrechen mĂŒssen.
Das Wetter ….. kein Kommentar!
Ab Tag 3 schien endlich die ersehnte Sonne zum Morgen-Briefing, was sich auch gleich direkt proportional auf die Stimmung auf dem Schiff auswirkte!
Danach sind wir bis zum Baa Atoll weitergefahren und tauchen am Horubadhoo Thila.
Dieser Tauchplatz bieten mit ÜberhĂ€ngen und kleinen Canyons viel Abwechslung.
Nelivaru Thila
und Dhonfanu Thila.
Alles super schöne Thilas mit vielen FischschwĂ€rmen, Octopus, Adlerrochen, Napoleon, Drachenkopf und auch ab und an einem Hai. Das reinste „Fisch-Kino“!
Auch die Tauchspots Kihaadhuprara Thila & Dharavandhoo Thila haben uns sehr gut gefallen, viel Fisch und weitgehend intakte Korallen, Sandaale, Mantas & Haie gab es hier zu entdecken.
Bei optimalen Sicht- und Lichtbedingungen mĂŒssen diese TauchplĂ€tze ein TRAUM sein!

Danach fuhren wir weiter Richtung Lhaviyani Atoll. Am Morgen galt unsere Begeisterung einer großen Delphingruppe. DafĂŒr hat JEDE/R sein FrĂŒhstĂŒck stehen lassen und es gab viele begeisterte „ahhs“ und „ohhs“ ĂŒber die Delphine mit Ihrer Show und deren SchwimmkĂŒnste am Bug der Keana. Am Nachmittag konnte, wer wollte, die Einheimischen Insel Naifaru besuchen. Ein wenig ĂŒber die gĂ€nzlich ohne Touristen bevölkerte Insel zu schlendern, ein wenig einen Sonnenuntergangs-Abend-Spaziergang am Strand zu genießen, war eine willkommene Abwechslung.
Im Lhaviyani Atoll war dann „Kanal- & Strömungstauchen“ angesagt. Den Riffhaken eingepackt, waren wir sehr gespannt ob wir das GlĂŒck auf Hai-Schulen erleben dĂŒrfen.
In unterschiedlich starken Strömungen (oder zumindest von den Tauchern als unterschiedlich empfunden) von leicht-mittel und auch ab und an starke Strömung hingen wir also an unseren Riffhaken in der Strömung und warteten auf die „UW-Show“. Dies macht den Reiz dieser TauchgĂ€nge aus. Immer auf Ausschau nach „Großen Fischen“, welche in den Strömungen mit einer Leichtigkeit zu stehen scheinen. Mantas, Adlerrochen, Schildkröten und Haie waren hier die Highlights. (TauchplĂ€tze siehe Tauchplatz-Plan-Foto oben.)
An den Kureddhoo Caves war die reinste Turtel-Show, welche trotz schlechter Sicht, die auf Grund ihres zahlreichen Vorkommens, gut zu beobachten waren und manchmal hatte das ganze Szenario auch eine gewisse Mystik. (um mal die semioptimale Sicht positiv zu formulieren 😉 )
Auch Anemon Thila ist ein wunderschöner Tauchplatz mit, wie es der Name schon verrĂ€t, vielen Nemos in ihren Anemonen. Hier war es wie im Aquarium mit ganz vielen Babyfische & -MurĂ€nen, Igelfisch, Schaukelfisch, Fangschreckenkrebse, Octopus, kleine & große Schwarmfisch Schulen, also ein UW-Paradies zum Erkunden. Und ganz sicher eine Freude fĂŒr jeden UW-Fotografen!
Auf dem relativ ruhigen RĂŒckweg Richtung Male, (nur ein paar Mal rutschten die Sonnenliegen bei plötzlicher stĂ€rkerer Schiffsbewegung ĂŒbers Sonnendeck inkl. der darauf liegenden Sonnenanbetern… 😉 ), freuten wir uns auf den sehr exponierten Tauchspot Kashidoo Beyrn.
Hier hatten wir eine wesentlich bessere Sicht, jedoch gab es leider nichts Besonderes zu sehen…. Schlechte Kombination 😉
Wieder im Nord Male Atoll angekommen tauchen wir noch am Finger Point und hatten einen wirklich super, wenn auch letzten, Tauchgang mit vielen Haien und gut Strömung.


 

 

Sand-Walhai
BBQ Island-Feuer
Sand-Manta

Ein weiteres Highlight war der Abend auf einer unbewohnten Insel.
Wir haben es sehr genossen am Strand spazieren zu gehen, zur Erheiterung einiger machten wir noch ein „Krebs-Wettrennen“ 😉 und den Sonnenuntergang, dieses Mal mit Blick auf unser Schiff, zu genießen.
Das Abend-Buffet wurde, in gewohnt leckerer Zubereitung, direkt am Strand bei Lagerfeuer und auf von der Crew vorher liebevoll erstellten „Sand-Tisch und BĂ€nken“ eingenommen. Ebenso durften natĂŒrlich die „Sandskulpturen“, in diesem Fall sogar 2 besondere Kunstwerke in Form von einem Manta & einem Walhai, nicht fehlen.
Somit hatten wir den Walhai zumindest in sandiger Form auf dieser Tour 😉
Noch ein zusĂ€tzlicher „Romantik-Effekt“ war das fluoreszierende Plankton, welches blau funkelnd in der Nacht, mit jeder Welle an den Strand gespĂŒlt wurde.
Ein perfekter Abend!

Information zum Tagesablauf/Tauchen

Wie ĂŒblich, war frĂŒhes Aufstehen auch auf der Keana angesagt. Wecken zwischen 5:30 und 6:15 Uhr
Dann Briefing und 1. Tauchgang vor dem FrĂŒhstĂŒck – FrĂŒhstĂŒck – kurze Pause – Briefing – 2. Tauchgang – Mittagessen – kurze Pause – Briefing – 3. Tauchgang. Also wie das ja bekannter Weise so ist auf Tauchsafarischiffen „Dive-Eat-Sleep-Repeat“!
Insgesamt waren 26 TauchgÀnge auf unserer 10-Tages Tour möglich.

Die Crew des Tauch-Dhonis hat immer alles perfekt organisiert. Vor allem wenn man weiß, dass die Nitrox-FĂŒllung doch ein gewisser Aufwand bedeutet. So haben die Jungs immer das gesamte Tauchequipment nach jedem Tauchgang demontieren mĂŒssen, die Tauchflaschen auf die KEANA transportiert, dort wurden diese gefĂŒllt und dann wieder auf das Dhoni zurĂŒckgetragen. Perfekter Service, denn das Tauchequipment war immer tip top vorbereitet, sprich die Crew hat alle Tauch-Flaschen wieder mit dem entsprechenden Equipment vorbereitet. (Der Gast hat davon gar nichts mitbekommen.)

Am Ende der Tour hatten wir dann noch den Super Service der Crew, dass all unser Tauchequipment vom Dhoni auf die KEANA gebracht wurde, dort, soweit es möglich war, mit SĂŒsswasser gespĂŒlt und zum Trocknen auf dem Sonnendeck ausgelegt wurde.

Wetter:

Tja, wie das immer so ist…. leider hatten wir hĂ€ufiger Regen als uns lieb war und zur Stimmungsaufhellung war der Sonnenschein am Morgen des 3. Tages absolut erforderlich und förderlich!!!
Einige Tage waren regenreich und dann andere wieder unterbrochen von Sonnenschein, so dass sich die Malediven doch wenigsten ab und an in ihrer vollen Farbenpracht prÀsentieren konnten.
Meine persönliche Empfehlung ist jedoch der Monat November nicht…..

Anmerkung zur KEANA

Die Keana ist ein super gepflegtes und sauberes Schiff. Mit großen, hellen Haupt- und Oberdeck-Kabinen, wo sich auch die Fenster öffnen lassen.

Die Kulinarik hat uns alle absolut ĂŒberzeugt. Hier wurde wirklich eine Vielfalt an Speisen und Varianten im Mittags- und Abend Buffet serviert. Von Fisch, Fleisch, GemĂŒse, Reis & Nudeln & Suppen, mild bis scharf gewĂŒrzt war fĂŒr jeden Geschmack etwas dabei. HĂ€ufig gab es Currys mit GemĂŒse HĂ€hnchen und/oder Fisch. Auch Sashimi aus fangfrischem Fisch gab es. Das haben die beiden Köche (aus Sri Lanka / Vater & Sohn) wirklich drauf, mit sehr viel Freude & Liebe das Essen zuzubereiten! Ein großes LOB!!! Auch fand das frisch gezapfte Bier bei so einigen großen Anklang 😉 „viel besser als Dosenbier!“
Und wer einmal zur Verbesserung des gesundheitlichen Befindens etwas benötigte (einige ErkĂ€ltungs-Symptome konnten so gemildert werden) hat der Koch schon mal seine Ayurvedischen Kenntnisse angewandt. Auch haben wir immer frischen Ingwer mit Limonen bekommen (Hilft auch bei Seekrankheit – also wenn man daran glaubt 😉  oder so…)
Auch der Service wÀhrend des Essens war immer super lustig, entspannt und sehr zuvorkommend!
Die KEANA ist ein sehr schönes Tauchsafarischiff fĂŒr Gruppen mit max. 17 Tauchern an Bord.
FĂŒr Einzelbucher natĂŒrlich ebenso geeignet, jedoch hatten mir ein wenig „RĂŒckzugsmöglichkeiten“ gefehlt, wenn zu viel „Gruppendynamik“ aufkam.

Hinweis: So ein Reisebericht kann natĂŒrlich immer nur persönliche & individuelle Wahrnehmung widerspiegeln.

ResĂŒmee:

Ich hatte mir vermutlich ein wenig mehr von der Nord-Route erwartet. Den Sonnenschein habe ich zu oft vermisst und bedingt, dass zum Zeitpunkt unserer Tour in Hanifaru nur sehr wenige Mantas waren und wir entschieden diesen „Schnorchel-Trip“ nicht zu machen, ist natĂŒrlich schon einmal ein anvisiertes Highlight ausgefallen. DafĂŒr hatten wir ja das GlĂŒck an der „Manta-Putzstation“ gleich zu Beginn der Tour 8 Mantas hautnah erleben zu dĂŒrfen!
Bei optimaleren LichtverhÀltnissen unter Wasser wÀren der ein oder andere Tauchspott vermutlich absolut gigantisch gewesen, so hat oftmals die Sicht, Licht und Farben gefehlt.
Auch hatte ich endlich das GlĂŒck einmal an einem „Insel BBQ“ teilnehmen zu können – hat mir super gut gefallen (siehe oben)
Die MY KEANA kann ich auf alle FÀlle uneingeschrÀnkt empfehlen!

Na vielleicht gebe ich den nördlichen Riffen und Tauchspots auch in der Zukunft nochmals eine Chance, denn in meinem Logbuch steht ganz oft „….. super Tauchspot – wie fantastisch muss dieser bei guter Sicht und Licht sein….“

EINEN HERZLICHEN DANK an Charly Reisen fĂŒr die tolle Organisation!

Vielen Dank fĂŒr die Fotos von den Mittauchern (Copyright!)
Vielleicht bis auf bald wieder, in irgendeinem tollen, warmen Ozean 😉