Costa Rica Bericht Timo

Costa Rica Tour 17.04.2019 – 02.05.2019

2019-04-23_Seahunter_Schiff (3)
2019-04-27_Seahunter_Coco Island_ParkwÀchter Station (2)
2019-04-18_La Paz Waterfall Garden_Frosch

Der Staat Costa Rica liegt in Zentralamerika und gilt als eines der fortschrittlichsten LÀnder in Lateinamerika. Die Landschaft mit TraumstrÀnden und vulkanischen Bergketten ist ebenso beeindruckend wie die Menschen und die Politik. Costa Rica ist im Gegensatz zu vielen anderen LÀndern dieser Region schon seit den 50er Jahren eine stabile Demokratie, hat die Armee zugunsten eines Bildungs- und Gesundheitsprogrammes abgeschafft und bewahrt sich seit 1983 eine dauerhafte und aktive, unbewaffnete NeutralitÀt (Àhnlich wie die Schweiz).
Der Zeitunterschied zu Deutschland betrÀgt 8  Stunden.  Wenn es in Costa Rica 12 Uhr mittags ist, ist es in Deutschland bereits 20 Uhr abends.

Anreise am 17.04.2019 und Villas San Ignacio

Wer in den Urlaub fliegt beginnt seine Reise im Allgemeinen mit Stress. Man darf beim Packen nichts vergessen, muss sicher gehen, dass man seine Flugtickets und ReisepÀsse griffbereit hat, sollte nicht zu spÀt am Flughafen sein und noch viele andere kleine Dramen, die einen vor Reisebeginn gedanklich plagen. Und auch wÀhrend der Anreise könnte ja vieles schiefgehen, insbesondere wenn man seine Gruppe erst unterwegs trifft und kennenlernt.

Ich hatte GlĂŒck: Andreas und Phillip traf ich bereits in NĂŒrnberg am Flughafen und wir konnten uns auf der ersten Etappe bereits ein wenig kennenlernen. In Paris stießen dann Eddy, Alex und B. zu unserer Gruppe, und so traten wir den ca. 12stĂŒndigen Flug frohen Mutes zu sechst an. Der Flug in der Premium Economy ist gut auszuhalten, es gab eine vielfĂ€ltige Filmauswahl als Bordunterhaltung, das Essen war gut und das Personal sehr freundlich.

Wir landeten pĂŒnktlich in San Jose und passierten erfolgreich die Passkontrolle. Ein Visum ist bei einem Aufenthalt unter 90 Tagen in Costa Rica nicht notwendig, lediglich ein Einreisezettel muss mit den Daten des ersten Hotels ausgefĂŒllt werden. Nach einem zĂŒgigen Transfer zum Villas San Ignacio konnten wir uns nun endgĂŒltig bei einem Bierchen an der Bar kennenlernen.

La Paz Wasserfall, Arenal Vulkan und Tabacon Hot Springs am 18.04.2019

Das Hotel San Ignacio ist ein familiengefĂŒhrtes, kleines Hotel, das einen unglaublichen Charme ausstrahlt. Die Einrichtung ist zwar einfach, aber sehr gemĂŒtlich, das Personal sehr freundlich und der Garten war ein Traum aus wilder Vegetation und gemĂŒtlichen RuheplĂ€tzen. Viel zu frĂŒh wurden wir nach der langen Anreise wach und frĂŒhstĂŒckten. Denn auf uns wartete heute  ein Ausflug nach La Paz / Waterfall Gardens.

Waterfall Gardens ist ein im Privatbesitz befindlicher Naturpark mit kilometerlangen Wanderwegen, lehrreichen Tierausstellungen, Volieren, einem Schmetterlingsobservatorium und mehreren Restaurants. Wir kamen hier vielen Vögeln, wie Tukans und Kolibris nĂ€her als dies in freier Wildbahn möglich gewesen wĂ€re. In einer Auffangstation werden Tiere aus ganz Costa Rica aufgenommen, welche teils aus Privatzoos mit schlechten Lebensbedingungen stammen. Da viele Tiere nicht mehr ohne menschliches Eingreifen in der freien Wildbahn ĂŒberleben, haben Sie hier die Möglichkeit artgerecht zu leben.  Affen, Raubkatzen und Faultiere begleiteten unsere Wanderung und so verging die Zeit wie im Flug.

Nach einem stĂ€rkenden Mittagessen hatten wir endlich Gelegenheit die atemberaubenden WasserfĂ€lle zu sehen. Die Strecke ist nichts fĂŒr Bewegungsmuffel, da man hier etliche Treppen auf- und abwĂ€rts zu ĂŒberwinden hat. Aber dafĂŒr entschĂ€digten uns die Ausblicke um ein Vielfaches. Solches Ambiente kennt man sonst nur als Kulisse fĂŒr exotische Filme.

Viel zu frĂŒh ging unser Ausflug weiter ins Arenal Volcano Inn und seinen heißen Quellen „Tobacon Hot Springs“. Noch wĂ€hrend der Fahrt erzĂ€hlte uns unser FĂŒhrer Alan in gutem Deutsch viel ĂŒber Land und Leute Costa Ricas.

Um den Vulkan „Arenal“, der aktivste und zugleich jĂŒngste Vulkan von Costa Rica, befinden sich zahlreiche Therme mit Mineralquellen in einheimischer Flora und Fauna. Hier waren wir in den „Tabacon Hot Springs“. ErwĂ€rmt wird das Wasser auf natĂŒrliche Weise durch den Vulkan. Der Flusslauf sollte mit FĂŒĂŸlingen begangen werden, da die Strömung hier besonders stark ist und ĂŒberall Steine herumliegen. Das GefĂŒhl, von dem strömenden und ziehenden Wasser umgeben zu sein, lĂ€sst sich wirklich schwer erklĂ€ren und ist eine unvergessliche Lebenserfahrung. Viele große und kleine Becken luden zum Verweilen ein und man hatte Zeit, ein wenig Ruhe zu genießen.
In unserem Ausflug war das Abendessen in der Therme inklusive und so konnten wir uns bei einem reichhaltigen Buffet noch einmal stĂ€rken. Pizza, 8 Stunden lang durchgezogenes Fleisch, sowie verschiedene Salate und Nachspeisen sorgten dafĂŒr dass wir satt, zufrieden, mĂŒde und erschöpft ins Hotel zurĂŒckkehrten und uns in unseren Zimmern sofort zum Schlafen legten.

HĂ€ngende BrĂŒcke, Fahrt nach Monteverde und Coffee‘ N Jungle Night Tour 19.04.2019

Viel zu frĂŒh endete unsere Nacht. Bereits um 7: 15 Uhr brachen wir ausgestattet mit gut gefĂŒllten Doggy Bags zu den HĂ€ngenden BrĂŒcken.
Der Name ist Programm: In teilweise schwindelerregenden Höhen begeht man einen Pfad auf HĂ€ngebrĂŒcken (zum GlĂŒck aus Stahl) und bekommt so einen Teil des Regenwaldes zu sehen, der einem vom Boden aus definitiv verborgen bleibt.

Mit geĂŒbtem Auge zeigte uns unser Tourguide Markus verschiedene Affen, Vögel, Ameisen, Schlangen, Frösche und vieles mehr. In den 2 Stunden, die wir hier verbrachten, lernten wir eine Menge ĂŒber das Sozialleben von Ameisen, den Unterschied von Old und New World Monkeys sowie vielen Pflanzen. Wir beendeten unseren Rundgang und fuhren mit einem kleinen Boot ĂŒber den Arenalsee und anschließend nach Monteverde.

Auf dem sehr holprigen Weg nach Monteverde konnten wir einen kleinen Einblick in das einfache Leben auf Costa Rica gewinnen. Wir passierten Felder mit grasenden KĂŒhen, kleine Dörfer und viele WindrĂ€der. Angekommen im ECO Hotel Monteverde Country Lodge wurden wir fĂŒr holprige Busfahrt mit einem tollen Mittagessen entschĂ€digt. Das Hotel wurde fĂŒr sein Umweltbewusstsein ausgezeichnet und empfahl uns Steak in Kaffee-Sauce mit Kartoffeln und GemĂŒse.
Monteverde liegt im bergigen Nordwesten Costa Ricas und ist fĂŒr seine Nebelwaldreservate bekannt. Zahlreiche Tiere sind hier heimisch und markierte Wege fĂŒhren an seltenen Farnen und Orchideen vorbei. Wir jedoch waren nicht fĂŒr eine weitere Tour durch den Urwald hier, sondern fĂŒr eine Kaffee- und Dschungel-Tour. FĂŒr einen Kaffeegenießer wie mich genau das Richtige. Von ökologischer Aufzucht, Herstellung und Lagerung der  Kaffee- und Kakaobohnen bis hin zur Bedeutung fĂŒr Land und Bevölkerung blieb bei uns keine Frage offen.
Eine anschließende Nachtwanderung zeigte uns eine andere Welt. WĂ€hrend sich die Plantage und der anliegende Wald unter Mond und Sternen verĂ€ndert hatten, konnten wir viele nachtaktive Tiere wie Eidechsen, Kröten und GĂŒrteltiere sehen. Auch die GerĂ€uschkulisse hatte sich verĂ€ndert und man bekam nochmal einen ganz anderen Eindruck.

Curi Cancha und die Seahunter 20.04.2019

Der dritte und letzte Tag an Land begann ebenso frĂŒh wie die vorherigen, denn wir wollten ja auch etwas vom Land sehen. Unser heutiger Guide Andres arbeitete bereits fĂŒr Geogravis und war ein wandelndes Lexikon in Sachen Land, Vegetation und Leute.  In sehr gutem Deutsch erklĂ€rte und zeigte er uns im Curi-Cancha-Reservat alles, was wir noch nicht zu Gesicht bekommen hatten, und half nebenbei noch bei der perfekten Handyeinstellung fĂŒr großartige Fotos. Das Curi-Cancha-Reservat ist bekannt als ein Paradies fĂŒr Vogelbeobachter.

So bekamen wir einen seltenen Glockenvogel zu sehen, außerdem einen Tukanbau und sogar einen NasenbĂ€ren (der natĂŒrlich kein Vogel ist, aber trotzdem sehr sehenswert). TatsĂ€chlich wurden bisher 200 verschiedene Vogelarten hier beobachtet, die hier heimisch sind, aber auch zahlreiche SĂ€ugetiere können einem hier ĂŒber den Weg laufen.
Viel zu frĂŒh mussten wir uns von Andres verabschieden, um unsere Weiterreise anzutreten. Über ungeteerte Straßen und an öden Landschaften vorbei machten wir uns auf den Weg nach Puntarenas zum Hafen.

2019-04-20_Monteverde_Curi Chancha_NasenbÀr

Denn dort lag die Seahunter mit der wir unseren zweiten Teil der Reise begehen wollten. Das große Stahlschiff ist ein elegantes und zugleich praktisch angelegtes Schiff. Es verfĂŒgt ĂŒber ein Tauchdeck, auf dem jeder einen eigenen beschrifteten Platz inkl. Ablageort hat, einen Trockenbereich, auf dem ebenfalls jeder ein eigenes Fach mit frischen HandtĂŒchern hat, sowie ĂŒber mehrere Einzel- und Doppelbettkabinen. SelbstverstĂ€ndlich findet man auch eine Lounge und einen Speiseraum auf dem Schiff. Es gibt 2 Tauchboote mit festen Leitern, die Platz fĂŒr 10 Taucher, 2 Guides und Fahrer bieten.

Die Kabinen selbst sind eher spartanisch und praktisch angelegt. In manchen RĂ€umen stehen Stockbetten und man kann sich auf dem oberen Bett durchaus ziemlich heftig den Kopf stoßen. Das Bad ist ausgestattet mit begehbarer Dusche und WC und könnte fĂŒr große Menschen eine echte Herausforderung bedeuten.
WĂ€hrend wir uns einrichteten, trafen auch die restlichen GĂ€ste ein, und alle gemeinsam machten sich anschließend an die PrĂŒfung des Tauchequipments. Anschließend begann unsere Überfahrt nach Cocos Island.

Überfahrt 21.04.2019

36 Stunden dauert die Fahrt vom Hafen in Puntarenas zu Coco Island, daher legten wir einen Tag genießerischen MĂŒĂŸiggangs ein. Nach der vielen Bewegung, der riesigen Informationsflut und den atemberaubenden EindrĂŒcken der letzten Tage genossen wir den faulen Tag bei gleißendem Sonnenschein und ruhiger See. Einzig ein Wirbelsturm am Horizont brachte uns an diesem Tag in Bewegung. Denn ein solches Ereignis sieht man nicht alle Tage, wĂ€hrend man selbst auf einem sanft schaukelnden Boot steht.

Cocos Island 22.04.2019

Das Tauchen auf Cocos und der Undersea Hunter Group unterscheidet sich in einigen Dingen von meinen bisherigen Erfahrungen in Ägypten oder auf den Malediven. Die Flaschen und Jackets werden auf den Skifs (Tauch-Dhoni) gelassen und auch dort befĂŒllt und das Nitrox geprĂŒft. Man muss nur noch unterschreiben, welches Nitrox (31 bis 33) man hat. Tauchzeiten sind um 8 Uhr, nach dem FrĂŒhstĂŒck, um 11 Uhr und um 15 Uhr. Das Briefing der TauchplĂ€tze findet in voller Montur vor dem Einsteigen auf eines der beiden Skifs statt: kurz und knackig. Es wird immer Negativ gesprungen, da es ab und zu krĂ€ftige Strömungen gibt. NachttauchgĂ€nge sind im Nationalpark verboten. Beim Tauchen selbst werden meist Aussichtsplattformen aufgesucht, an denen man sich mit Riffhaken oder Handschuhen festhĂ€lt und Tiere beobachtet. Es wird mit 2 Guides getaucht, die Spitze und Ende bilden. Alle tauchen zusammen und ab 70 bar wird ins Blauwasser zum langsamen Auftauchen (teilweise 20 Minuten und sehr vorsichtig) gegangen.

Cocos Island ist eine unbesiedelte Insel im pazifischen Ozean vor der KĂŒste Costa Ricas. Die aus vorwiegend vulkanischem Gestein bestehende Insel ist aus zahlreichen Publikationen ĂŒber ihre PiratenschĂ€tze bekannt. Trotz mehrerer Expeditionen, bei der man die Insel durchwĂŒhlte, wurde bislang jedoch kein grĂ¶ĂŸerer Schatz gefunden. Seit 1978 steht die Insel unter Naturschutz und weitere Schatzsuchen sind strengstens untersagt. Die umgebenden GewĂ€sser sind bekannt fĂŒr große SchwĂ€rme Hammerhaie, Meeresschildkröten (wenn der Tigerhai sie nicht gefressen hat), verschiedener Rochen und Riesenmantas. Beim Check Dive hatten wir bereits unglaubliches GlĂŒck und konnten gleich unzĂ€hlige Hammerhaie, Weißspitzenhaie sowie Rochen betrachten. MajestĂ€tisch zogen die Tiere an uns vorbei und ignorierten unsere Anwesenheit vollstĂ€ndig.
Nach dem ersten Tauchgang hatten wir Besuch von den Rangern der Insel, die uns einen Film ĂŒber die Verhaltensregeln in diesem Naturschutzgebiet zeigten.
Auch der zweite Tauchgang beeindruckte durch seine große und vielfĂ€ltige Menge an Meeresbewohnern.

Unterseeboot DeepSee / Cocos Island 23.04.2019

Wer die Chance hat, eine U-Boot-Fahrt mit der DeepSee zu machen, sollte diese wirklich wahrnehmen. Die DeepSee ist ein speziell angefertigtes U-Boot, das einen Piloten und zwei Passagiere in eine Tiefe von 450 Metern befördern kann. Die Aussicht durch die Acrylkugel ist mit einem 360-Grad-Sichtfeld einzigartig. Diese ganz spezielle Erfahrung begann mit einer ausfĂŒhrlichen Sicherheitseinweisung. Edi und ich erfuhren, was zu tun ist, wenn ein Feuer ausbricht oder unser Fahrer bewusstlos wird und wie man das DeepSee selbststĂ€ndig an die OberflĂ€che bringt. (Ich bin sehr froh, dass nichts passiert ist und ich nichts davon anwenden musste).

In Socken, mit Plastik-Überziehern saßen wir auf einer vorbereiteten sauberen Platte und warteten auf das DeepSee. Es ist wichtig, so wenig Wasser und Schmutz wie möglich mit an Bord zu bringen. Bald setzten wir den ersten Fuß auf das U-Boot. Die Bewegungen unter uns sind völlig anders als auf normalen Schiffen. Die SitzplĂ€tze sind direkt vor dem Fahrersitz und so muss man sich mittels

verschiedener Haltegriffe ĂŒber den Fahrerplatz und ĂŒber verschiedene Instrumente und Apparaturen zu seinem Sitz hangeln. Nachdem wir Platz genommen hatten, wurden wir von einem Begleitboot ca. 30 Minuten aufs Meer rausgezogen. Die Seile wurden gelöst und unser Abstieg in die Tiefe begann. Die runde Glaskuppel, unter der wir saßen, erweckt den Eindruck, dass man mitten im Geschehen ist, aber sie verĂ€ndert die Entfernungen. Alles erscheint einem kleiner und nĂ€her als es tatsĂ€chlich war. Mehrfach hatte ich das GefĂŒhl, dass Riff wĂ€re in greifbarer NĂ€he. Was natĂŒrlich nicht sein konnte.

WĂ€hrend des Abstiegs bekamen wir einen fantastischen Blick auf 2 Hammerhaie und einen Hai, der so im Sonnenlicht stand, dass wir noch lange rĂ€tselten, welcher Art er war. Der Abstieg auf ca. 300 m dauerte etwa 45 Minuten, obwohl Zeit in unserer kleinen „Blase“ relativ war. Der Vulkanstein am Boden ist von feinstem Sand bedeckt und bewohnt von zahlreichen Korallen. Blinde Fische suchten mit Tentakeln um uns herum nach Nahrung. Und wir begannen unsere Tour ein wenig nach oben. Bei ca. 250 m begann es um uns herum richtig lebhaft zu werden. Kleine braune und rote Fische schwammen um uns herum und man bekam langsam herrliche Seesterne zu sehen. Sogar einem Frog Fisch begegneten wir.
Bei ca. 160 m setzten wir auf einer Sandbank auf und machten das Licht aus. In dieser undurchdringlichen Dunkelheit konnte einem durchaus mulmig werden. Aber es lohnte sich: Einige Zeit spĂ€ter wurde das Licht wieder eingeschaltet und wir waren von unzĂ€hligen Fischen umgeben. Vor uns thronte eine wundervolle Königskrabbe auf stark bewachsenem Felsen und ein Gruber versuchte, uns verzweifelt zu verjagen. Unser Fahrer machte auf einen ĂŒber uns vorbeischwebenden Mobula aufmerksam. Es war unglaublich, ihn aus dem Nichts kommend und ins Nichts zurĂŒck schwebend zu sehen.
Viel zu frĂŒh endete unser Trip, der wohlgemerkt 2 Stunden dauerte. Der Aufstieg fĂŒhlte sich unwirklich an. Umringt von zahlreichen Luftblasen nahmen wir Abschied von einer Unterwasserwelt, die selbst uns Tauchern verborgen bleibt. Kaum an der OberflĂ€che, sammelte uns das Begleitboot wieder ein und wir wurden zurĂŒckgebracht.

Abends konnten wir einen informativen Film ĂŒber die Merkmale der ansĂ€ssigen Haie sehen: Weißspitzen, Schwarzspitzen, Seidenhaie, Silvertip Haie, Hammerhaie,  Galapagos Haie, Tigerhaie, Walhaie und ganz selten Orcas.

SĂŒd-Ost Cocos Island 24.04.2019

Heute ging es in den SĂŒden der Insel. Die Seahunter lag in „Bahia Wafer“, welche nach dem Schiffsarzt Lionel Wafer (1640 – 1705) benannt wurde. Dieser kam einst mit einem Freibeuterschiff auf die Cocos-Inseln und verfasste umfassende Schriften ĂŒber die Botanik der Insel. Die Anfahrt zu unseren Tauchzielen Submerger Rock (Jack Fish und Galapagos Hai) und Bajo Alcyone (Seiden- und Hammerhaie) nahm viel Zeit in Anspruch und die TauchgĂ€nge waren vor allem aufgrund der langen Auftauchzeit sehr kurz, aber sehr spannend. Der Tauchgang in SichtnĂ€he des Bootes direkt in der Bucht dagegen war eher enttĂ€uschend.

Auch an diesem Abend konnte man einen spannenden Film ĂŒber Coco Island sehen. Diesmal eine Dokumentation ĂŒber die Insel selbst, inklusive einem Making off.

SĂŒd-West Cocos Island 25.04.2019

Am Tauchspot Big Dos Amigos gibt es einen majestĂ€tischen Bogen, in dem es eine große Anzahl an kleineren Fischen zu sehen gibt. Am Tauchgang Small Dos Amigos hatte man dann wieder die Chance auf Sichtung von Großfischen. Nachmittags tauchten wir bei Manuelita und hatten bedauerlicherweise sehr schlechte Sicht.

Abends wurde dann gefeiert bei der „Happy Hour“. Auf dem Sonnendeck wurde alles leergerĂ€umt und die Crew zeigte uns verschiedene TĂ€nze und lud uns zum Mitmachen ein. Bei Wein, KĂ€se und Roastbeef wurde es ein sehr lustiger Abend.

Großfisch und Gegrilltes 26.04.2019

Heute wollten wir besonders viel Großfisch zu Gesicht bekommen und fuhren daher ausschließlich PlĂ€tze an, bei denen man gute Chancen auf zahlreiche Haie hatte.
Am Dirty Rock hatten wir zahlreiche Sichtungen und wurden diesbezĂŒglich nicht enttĂ€uscht, und bei Manuelita sahen wir einen riesigen Gelbflossen-Thunfisch.

Den Abend ließen wir bei einem perfekt gebratenen Steak ausklingen

Inselausflug und BBQ 27.04.2019

Heute konnte man den dritten Tauchgang auch gegen einen Inselausflug tauschen. Und da wir morgens und vormittags bei den TauchgĂ€ngen bereits 6 Hammerhaien, einem Fishball von  tausenden Jack Fish  begegneten, wollte ich nun auch mehr von der sagenumwobenen Insel sehen. An einen wunderschönen Sandstrand grenzt ein tropischer Wald, in dem wir von einem Cocos-Schwein begrĂŒĂŸt wurden. Unser Aufstieg zur Coast Guard Station war beschwerlich und glitschig und leider war die Station nicht in Betrieb. Aber der Ausblick ĂŒber die Insel war es auf jeden Fall wert. Auf dem RĂŒckweg badeten wir im Wasserfall und steckten unsere FĂŒĂŸe in den weichen Sand der Insel.

Abends fand auf dem Sonnendeck ein wundervolles BBQ statt. Vom Grill gab es zahlreiche kulinarische Leckereien, und völlig gesĂ€ttigt fielen wir alle anschließend ins Bett.

Der letzte Tag im Cocos Nationalpark 28.04.2019

Die letzten TauchgĂ€nge hier waren aufgrund schlechter Sicht leider eher unspektakulĂ€r und so nahmen wir mit einem lachenden und einem weinenden Auge Abschied von der Umgebung. WĂ€hrend wir tauchten wurde das Schiff geschrubbt und fĂŒr die RĂŒckfahrt bereit gemacht.

RĂŒckfahrt 29.04.2019

Die RĂŒckfahrt war ruhig und entspannt. Jeder vertrieb sich die Zeit auf unterschiedliche Weise. NatĂŒrlich nutzten wir auch die Zeit, um unser Equipment zu reinigen, die Rechnung zu begleichen und uns fĂŒr den Transfer ins Hotel vorzubereiten.

Puntarenas und Hotel 30.04.2019

Ein Transferboot fuhr uns zum Hafen und wir stiegen in einen kleinen klimatisierten Bus um. Vom Hafen aus fuhren wir dann ca. 2 Stunden in unser Hotel nach San Jose. Nach einer Dusche und einer Tasse Kaffee erkundeten wir noch ein wenig die Umgebung. San Jose ist die Hauptstadt von Costa Rica und liegt im Zentrum des Landes.
Abends landeten wir auf dem Central Market. Hier reiht sich ein kleiner Verkaufsstand an den nĂ€chsten und man kann wunderbar Mitbringsel erstehen. Am besten geeignet: Kaffee, da er hier eine gute QualitĂ€t hat und sehr gĂŒnstig zu erhalten ist.

2019-04-30_San Jose_Mercado Central
2019-04-30_San Jose_Mercado Central Innen
2019-04-30_San Jose_La Muni_Rippchen

Multiplaza Escazu und Heimflug 01.05.2019 – 02.05.2019

Unser letzter Ausflug fĂŒhrte uns in das Multiplaza Escazu. Das ist ein Einkaufszentrum nach dem Vorbild vieler amerikanischer Malls. Auf drei Etagen befinden sich zahlreiche Boutiquen, WarengeschĂ€fte, ImbissstĂ€nde, Restaurants und ein Kino.  Die GrĂ¶ĂŸe beeindruckte uns und wir hatten kaum Zeit genug alles zu bestaunen.
Wir beendeten den Tag im Outback Steak House und nahmen bei einem wunderbaren Abendessen Abschied voneinander.

Viel zu schnell endete unsere Reise und schon befanden wir uns wieder auf dem Heimflug.